Polina Pirch, MSc – Akustik und Lärmausbreitung Windkraft

Schallgutachten für Windparks

Für Windparks und einzelne Windkraftanlagen rechne ich Schallimmissionsprognosen und werte die Messung des Hintergrundgeräuschs aus, als Zuarbeit für das beauftragende Büro oder als Fachbeitrag im UVP-Verfahren. Gearbeitet wird nach der Checkliste Schall und nach den internationalen Leitfäden der guten Praxis, etwa dem Good Practice Guide des britischen Institute of Acoustics. Der Ablauf bleibt für Sie einfach, weil Sie nur Lageplan, Anlagendaten und Messdaten beistellen. Zurück kommt eine Auswertung, in der jede Messminute auf Gültigkeit geprüft und jede Filterentscheidung begründet ist. Ein Schwerpunkt ist das Bergland, wo stille Täler und klare Nächte die Beurteilung bestimmen.

BeispielMessdaten-Anzeige ansehen Pegel über der Windgeschwindigkeit, Tag und Nacht, Terzspektren. Die Daten sind synthetisch erzeugt und stammen aus keinem realen Projekt. In Besprechungen mit Behörde und Anrainern lassen sich die Ergebnisse damit direkt am Bildschirm durchgehen.
Österreichkarte mit den Windkraftanlagen und der mittleren Windgeschwindigkeit in 100 m Höhe
Windkraftanlagen in Österreich und die mittlere Windgeschwindigkeit in 100 m Höhe. Am meisten Wind gibt es auf den Alpenkämmen, gebaut wird bisher vor allem im Flachland von Niederösterreich und dem Burgenland. In den Bergen ist die Beurteilung wegen Gelände und Wetterlagen aufwendiger.

Wind: Global Wind Atlas 3 (DTU), CC BY 4.0. Anlagen: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL, Stand 11.10.2026. Grenzen: Natural Earth. Einen genaueren Überblick gibt der Windatlas der Energiewerkstatt.

Hintergrundgeräusch

Die Auswertung bezieht den Pegel am Immissionsort auf die Windgeschwindigkeit am Anlagenstandort und leitet daraus die Trendlinie nach der Checkliste Schall ab. Regen, Insekten, Vögel und Gerätestörungen werden herausgefiltert, eine Hörprobe bestätigt die Auswahl. Die Ergebnisse stehen je Tag, Abend, Nacht und leisester Nachtstunde bereit. Die Messung selbst übernimmt der Auftraggeber oder ein Partnerbüro.

Prognose und Beurteilung

Die Ausbreitung rechne ich nach ÖNORM EN ISO 9613-2 im dreidimensionalen Geländemodell, mit den Emissionsdaten der Prüfberichte nach EN 61400-11. Beurteilt wird nach der Checkliste Schall, ÖAL-Richtlinie 3 Blatt 1 und ÖNORM S 5021, einschließlich der Kumulation mit benachbarten Windparks, der Mitwinddauer je Immissionsort und schallreduzierter Betriebsmodi für die Nacht.

Bergland

Im Bergland sammelt sich in klaren Nächten kalte Luft im Tal. Am Kamm weht dann genug Wind für den Betrieb der Anlagen, beim Wohnhaus unten ist es aber fast windstill, und das Rauschen, das eine Anlage sonst überdeckt, fällt weg. Solche Nächte werte ich deshalb gesondert aus, ebenso Messpunkte an einem Bach oder mit eigener Bodenwindmessung.

Bauphase und Betrieb

Für die Errichtung beurteile ich den Baulärm nach ÖAL-Richtlinie 3 Blatt 1, Abschnitt 8. Für den Betrieb schlage ich ein Monitoring vor, das Zeiten mit Mitwind und Stillstand einschließt.

Erschütterungs- und Körperschalluntersuchungen biete ich nicht an. Verlangt ein Bescheid beides, übernehme ich den Schallteil.

Für ein konkretes Vorhaben schicken Sie mir bitte Lageplan, Anlagentyp mit Nabenhöhe und die Lage der nächsten Wohnhäuser. Telefon +43 677 61951829, E-Mail office@immissionspunkt.at